03 | Wenn du denkst, hörst du dir selber zu? (I)

Wenn du denkst, hörst du dir selber zu? (I)

Hörst du dir zu, wenn du selber denkst? Glaubenssätze sind Sätze, die wir gewohnheitsmäßig – bewusst oder unbewusst – glauben. Wir sind überzeugt, dass die Inhalte wahr sind. Sie betreffen unser Selbstwertgefühl, unser Liebesleben oder unseren Erfolg. Sind sie positiv, gehen wir glücklich durchs Leben, die Frage jedoch ist: Wie viele wirklich glückliche Menschen kennst du?

Alles, was dein Gehirn dir vorschlägt, dass sich dein Leben, die Familie, der Job – schwer, anstrengend oder unmöglich anfühlt: Das ist dein Kopfkino. Dein Gedankendrama. Es sind nur Worte, oder einfach nur Gedanken. Es sind die Gedanken, die zwischen dir und deinem Glück und deinem Erfolg stehen.

Ich muss mich nur genug anstrengen, dann kann ich alles schaffen? Ich kann mich an nicht eine Woche erinnern, an dem ich als Alleinerziehende an Job, Familienalltag und Privatleben gescheitert wäre. Es gab keine Herausforderung, vor der ich zurückgewichen bin. Ich schaffe das. Notfalls auch allein.

In der Schule quälte ich mich, aber ich schaffte es. Der Job machte mich nicht glücklich, aber ich schaffte es. Alle anderen schafften ihren Job, ich musste mich nur mehr anstrengen, dann schaffe ich das. Mit dem Vater meines Sohnes. Ich hatte mich angestrengt. Ich hatte bewiesen, dass ich es schaffen kann. Ich arbeitete mich ab, ich schaffte es. Was ich aber nicht schaffte, war dabei zufrieden zu sein. Einen bewussten und achtsamen Alltag nach meinen Bedürfnissen leben.

Ich muss mich nur genug anstrengen, dann kann ich alles schaffen? – Glaubst du das wirklich?

Erst als ich einem Coach von meinen Problemen erzählte, von meinen Problemen die auf dieser Denkstrategie basierten, machte er mich auf die Wiederholungen in meinem Leben aufmerksam. „Es fühlt sich sicherlich schwer an, dass dir das immer wieder passiert. Es muss auch schwer sein, in diesem Muster festzustecken. Vielleicht hilft es dir, wenn du dir das mit Unterstützung genauer anschaust?“ Das hat gesessen. Der Groschen war gefallen. Das Problem hatte ich. Jedes Scheitern war mit mangelndem Leistungseinsatz verknüpft worden. Meinerseits. Ich war nicht genug gewesen.

Erst musste ich mich der Erkenntnis stellen, dass ich zwar verdammt oft erreicht hatte, was ich wollte, aber dass ich nicht wusste, wofür ich das eigentlich gemacht habe.

Ich darf nicht, ich kann nicht, ich soll nicht… Klar ist, diese Sätze stürzen dich garantiert ins Unglück, weshalb du sie lieber schnell loslassen solltest. „Glaubenssätze“ der Name ist für sich selbstsprechend: ist ein Begriff, welcher von der Psychologie geprägt wurde und unsere tief verankerten Überzeugungen beschreibt. Es geht um unser Selbstbild, als auch um jenes der Außenwelt. Und sie haben Auswirkungen auf unsere Wahrnehmung der Realität. Sie sorgen dafür, welche Wertungen und Interpretationen wir unseren Lebensereignissen zuschreiben.

Es sind Sätze, die wir gewohnheitsmäßig – bewusst oder unbewusst – glauben. Und, und das ist die Crux; wir sind davon überzeugt, dass die Inhalte wahr sind.

Wie entstehen Glaubenssätze?

Unser Gehirn fokussiert sich eher auf Probleme und nicht auf die freudigen Ereignisse, um so besser auf vermeintliche Gefahren reagieren zu können. Nicht nur das, hier spielt auch die selektive Wahrnehmung eine große Rolle, wie wir die Welt sehen: Unser Gehirn kann gar nicht alle Reize und Informationen, die täglich auf uns einprasseln, verarbeiten. Es filtert diese, nimmt einige wahr, und blendet andere aus – sie rauschen sozusagen durch unser Gehirn durch. So wird vor allem das wahrgenommen, was für uns gerade wichtig erscheint, was unsere bisherigen Erfahrungen bestätigt und auch was wir erwarten.

Wenn du also zum Beispiel in der Schule eine schlechten Mathetest geschrieben hast, deine Lehrer*in dir sagt, dass Zahlen wohl nichts für dich sind, ist es wahrscheinlich, dass du die nächste Matheklausur ebenfalls verhaust. Warum? Du verinnerlichst nicht nur, dass du kein Mathegenie bist, du bekommst es auch immer wieder bestätigt …

D.h. Wir lernen diese Sätze nicht nur in der Schule, auch in der Familie, bei Freunden – schlichtweg durch unsere Erfahrungen, die wir tagtäglich machen. Das Problem dabei, sie limitieren uns unsere Möglichkeiten.

Typische negative Glaubenssätze sind z.B.:
Keiner mag mich.
Ich habe immer Pech.
Ich kann sowieso nichts ändern.
Das schaffe ich sowieso nicht.
Dafür bin ich zu alt/zu jung…
Ich muss immer alles alleine machen.
Du musst dich anpassen. Du willst doch dazugehören!
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Und gerade so etwas wie „Du musst dich anpassen. Du willst doch dazugehören!“ Was passiert, wenn ich das glaube? Ich bin nicht ich. Kurz; sei wie die anderen. Höflich. Bescheiden. Mach das, was die Menschen um dich herum von dir erwarten. Nix mit Nein. Nix mit eigener Meinung.

Fakt ist, die Sache mit den Glaubenssätzen ist verdammt ernst. Denn wenn du wirklich glaubst, du musst allen gefallen und dich anpassen, dann ist das der Grund, warum du dich irgendwie immer fremdgesteuert fühlst. Und nie zufrieden mit dir selbst bist. Warum? Weil du nicht sein kannst, wie du bist. Weil du nicht deinen eigenen Bedürfnissen, Werten und Überzeugungen folgst, sondern allen anderen.

Das Denken spiegelt die Art unserer Glaubenssätze wieder, die wiederum unsere Emotionen, diese beeinflussen unser Verhalten und Verhaltensweisen machen uns zu der Person, die wir sind. Du bist was du denkst.

Was heisst das konkret?

Weil wir unbewusst immer wieder nach der Erfüllung unserer Glaubenssätze suchen, werden wir im Laufe unseres Lebens immer wieder dieselben damit verbundenen negativen Erfahrungen machen und unsere Glaubenssätze verankern sich dadurch tiefer und tiefer. Wir begeben uns also geradezu in eine Abwärtsspirale.

Was macht den Unterschied?

Vorweg: Klar, ich darf Glaubenssätze und Überzeugungen haben, klar. Wenn du glauben möchtest, dass die Welt böse ist: dann los. Wenn du dich bewusst entscheidest, was Hänschen nicht lernt lernt Hans nimmermehr, haben zu wollen: prima! Schau dir mal dein Leben an. Dein Leben ist das Resultat aus den Dingen, die du glaubst. Und wenn du das noch nicht verstehen kannst – schau mal in die Liste von 299 Glaubenssätzen  – und vielleicht erkennst du den einen oder anderen Gedanken. Wie du das machst? Du spürst es gleich beim Lesen.

Bewusstseinsarbeit bedeutet, ich setz mich mit dem auseinander was in mir ist.

Wie erkennst DU nun ganz sicher, dass eine Formulierung ein GLAUBENSSATZ ist?

Frag dich mal:
Was sagst du selbst regelmäßig mit großer Überzeugung?
Woran glaubst du? Und könnte das vielleicht manchmal keine so gute Idee sein?

1 Identifiziere deine Sprichwörter und Weisheiten

Sprichwörter und Weisheiten (Eltern, Lehrer etc.) haben wir oft als eigene Glaubenssätze übernommen. Deshalb wirf mal einen Blick auf die Sprüche deiner Vorfahren und auf das, was du selbst regelmäßig sagst und denkst.

Frag dich dazu:
Welche fallen dir spontan ein?
Was hat deine Mutter/ Oma… dir mit auf den Weg gegeben?
Oder was haben deine Lehrer immer zu sagen gepflegt?

2 MÜSSEN, DÜRFEN, KÖNNEN, SOLLEN UND SEIN

Eine weitere Gruppe von Glaubenssätzen verwenden die Modaloperatoren „müssen„, „dürfen„, „können„, „sollen“ und „sein“. Und eine hervorragende Art, deine Überzeugungen zu entdecken, besteht darin, Beweise aufzuschreiben. Um dir hier auf die Spur zu kommen, hilft es dir Satzanfänge zu beenden. Nimm dir einen Stift und 10 MIN Zeit und ergänze folgende Satzanfänge.

Wenn ... dann;
Es ist nun mal so, dass...
Die Menschen sind ...
Das Leben ist ...
Weil ...
X bedeutet Y

3 Identifiziere deine Verallgemeinerungen

Überzeugungen erkennst du auch daran, dass du verallgemeinerst und Wörter wie „alle“, „jeder“, „keiner“, „nie“, „immer“ etc. verwendest. Um dir auch hier auf die Spur zu kommen, hilft es, die Sätze zu beenden, nimm dir also Stift und Papier Zeit und ergänze die Sätze.

Alle Menschen …
Frauen sind …
Männer sind …
Ich kann nie …
Ich darf nie…
Ich muss immer …
Nie …
Das Leben …

Und nun schau dir mal deine Liste an – was bleibt übrig?

Also, wenn du noch nicht da bist, wo du sein möchtest, muss es quasi so sein, dass die Art und Weise wie du gerade denkst, der Grund dafür ist, wie dein Leben gerade läuft. Selbst wenn du mehr erreichen willst, denkst du gerade noch auf die falsche Art und Weise um an deine Ziele zu kommen. Nachdem du nun deine Glaubenssätze identifiziert hast, lass uns schauen, wie du diese für dich drehst → Hinterfrage deine Glaubenssätze

In diesem Sinne,

mach dir Freude, Catrin

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